und warum im Mai alles anders wird
Im Mai ist es soweit: Wir starten unser Abenteuer. Klingt aufregend?
Ist es auch aber bis dahin heißt es erstmal: vorbereiten, planen, ausmisten und loslassen.
Neustarts & Ausmist-Marathon
– wie viel Kram braucht ein Mensch eigentlich?
Ich hatte in meinem Leben schon unzählige Neustarts. Nach 13 Mal Siedeln ist mein Hausrat zwar geschrumpft aber irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, viel zu viel Kram zu besitzen.
Kennt ihr das? Man schleppt Dinge jahrelang von A nach B, nur um sie nie zu benutzen:
🌴das schöne Geschirr für den Familienbesuch, (der einmal im Jahr kommt),
🌴das teure Räucherwerk für die „besonderen Anlässe“ (die nie kommen),
🌴die Vorratsdosen für „Tag X“, deren Inhalt kurz vor oder schon längst abgelaufen ist,
🌴und ja, sogar die Männer-oben-ohne-Backform von meinem 18. Geburtstag, die seitdem nicht mehr zum Einsatz kam.
Obwohl ich bei jedem Umzug ordentlich ausgemistet habe, frage ich mich heute: Wo kommt das ganze Zeug schon wieder her?
Vor allem mit Kind. WOHER bitte? Und was machen wir bloß mit all den Sachen?
Von Kerzen, Tee und Schubladen
Meine Vorbereitung sieht gerade so aus: Ich zünde endlich die schönen Kerzen an, esse vom „guten Geschirr“ und versuche, unsere Teevorräte zu vernichten.
Schublade für Schublade gehe ich durch …nur um beim nächsten Mal festzustellen, dass immer noch viel zu viel drin ist. Pure Realität.
Jede Woche bringe ich Sachen in den Nimm-und-Bring-Laden oder in den Secondhand-Shop. Bücher gehen zu Momox oder in die Bücherhütte. Und mein Kind? Macht begeistert mit – außer es geht um seine Spielsachen. Verständlich. Wie wir diese Hürde lösen? Keine Ahnung. Noch haben wir Zeit.
Und trotzdem miste ich jetzt schon wöchentlich. Einfach, weil mit Kind immer ein unberechenbarer Faktor dazukommt. Von der alten Iris, die alles am letzten Drücker packte, nur die ersten zwei Nächte einer Reise buchte und sich einfach ins Abenteuer stürze, ist nicht mehr viel übrig. Stattdessen die Iris, die Monate vorher beginnt, Schubladen zu sortieren. Who are you?
Warum Mai und nicht schon gestern?
Eigentlich wollte ich schon im Februar los. Handgepäck, Kind unterm Arm, ab ins Flugzeug.
Haha – ja, nicht ganz.
Alleinerziehend + Kind + Business aufbauen = Zeit null. Oder seeehr limitiert.
Das ist der größte Unterschied zu meinen früheren Reisen: Damals konnte ich einfach los, ohne Plan, ohne Backup. Heute geht das nicht. Nicht, weil alles perfekt sein muss sondern weil Verantwortung dazugehört.
Finanzen müssen geklärt sein. Das Business muss laufen. Und vor allem: ich will innerlich bereit sein und das Gefühl haben, guten Gewissens aufbrechen zu können.
Und, no joke: Sport
Sport ist gerade ein wichtiger Teil meiner Vorbereitung. Nicht für die Bikinifigur, sondern weil ich stark sein will. Stark genug, um Gepäck und Kind zu tragen, nicht sofort außer Atem zu sein, wenn er losrennt, und nicht schlapp am Rand des Spielplatzes zu sitzen.
Früher ging’s mir ums Aussehen, heute um Kraft. Ein kompletter Perspektivwechsel. Aber genau diese neue Motivation macht es leicht: Mein innerer Schweinehund hat keine Chance mehr.
Wie ich mein Kind vorbereite
Ganz nebenbei bereite ich auch mein Kind vor, ohne Stress und Druck. Wir lesen Bücher über andere Länder und Kulturen, probieren Essen aus aller Welt und blättern durch Kinderbücher zum Thema Umzug.
Außerdem lernen wir spielerisch Spanisch, aus familiären Gründen, da sein Papa nur Spanisch spricht (aber dazu, wie wir das genau machen mehr in einem anderen Beitrag).
Wichtig ist mir, dass er trotzdem das Hier & Jetzt genießen kann und Eindrücke von unserem aktuellen Zuhause aufsaugt.
Habt ihr vielleicht Tipps, wie man Kinder noch spielerisch auf einen großen Umzug oder eine Reise vorbereitet? Schreib’s mir gerne in die Kommentare 👇🌍💛
Wohnung behalten oder loslassen – Herz oder Kopf?
Das große Thema ist die Wohnung.
Mein Bauchgefühl sagt: loslassen. Schon aus Kostengründen …. und weil wir aktuell auf 1200 Metern leben. Eigentlich war das von Anfang an nur für die ersten Jahre mit Kind gedacht: Ruhe, Natur, Aussicht, Berge, Wald.
Aber jetzt beginnt eine neue Phase. Für uns beide.
Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass wir erstmal ein kleines Zimmer bei meiner Mama haben – plus ein paar Kisten im Keller. Bis wir unser Zuhause am Meer finden.
Und trotzdem: In mir hängt etwas an dieser Wohnung. Es ist unser Nest, seit er 9 Monate alt war. Viele Erinnerungen.
Loslassen mit Kind ist etwas anderes als allein. Aber ich weiß auch: Neue, aufregende, lehrreiche, schöne Erinnerungen wollen gemacht werden. Und die wird es nicht geben, wenn ich jetzt nicht loslasse.
Fazit – Chaos, Kisten und Kokosnüsse
Unsere Vorbereitung ist ein Mix aus Ausmisten, Loslassen und neue Pläne schmieden. Klar, manchmal ist es anstrengend – aber es macht inzwischen auch richtig Spaß, Kram wegzubringen und mit jedem Teil ein Stück freier zu werden.
Die Erinnerungen bleiben im Herzen, aber den Ort gebe ich frei, damit Neues entstehen kann.
Und eins ist sicher: Im Mai geht’s los. 🌴💛
(Ob mit 10 Kisten weniger oder mehr, das wird sich noch zeigen 😅).
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